Zante besteht nicht nur aus Meer und Stränden, sondern hat sie auch eine wichtige Geschichte und eine reiche Kultur. Nach einer Einführung zur Geschichte der Insel, die die verschiedenen geschichtlichen Zeiträume betrifft,
folgt eine Beschreibung der lokalen Kultur, wo verschiedenen Aspekte analysiert werden: Literatur, Mahlkunst, Skulptur, Architektur, Musik, Volksfesten und heutiger Lebensstil auf der Insel.
Zum Schluss präsentieren wir 4 Sektionen bezüglich Museen, Klöster, Kirchen, Monumente und wichtigste geschichtliche Orten.

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Mythologie
Die Mythologie erzählt, dass Artemis, Göttin der Jagd, gerne in den grünen Wäldern von Zante herumstreifte, während ihr Bruder Apollo unter Lorbeerpflanzen die Lyra spielte und den Glanz der Insel besang.
In der archaischen Epoche führten Kult und Andächtigkeit für Artemis und Apollo, die Einwohner der Insel dazu, Spiele und Aufführungen zu organisieren.
Die Nachrichten über den Gründer der Insel erreichen uns aus Homer und betreffen Zakynthos, Sohn von Dardanus, König von Troja. Er startete von der Stadt Psofida und landete auf die Insel; dort gründete es seine Akropolis. Zakynthos, Gründer der Insel, wurde auf verschiedene Münzen abgebildet, und stellt das Symbol der gesamten Insel dar. Auf dieses Symbol hält Zakynthos eine Schlange in der Hand. Gemäss einige Legenden, habe er die Insel von unzähligen Schlangen befreit. Einer Theorie zufolge, sind im ersten Jahrhundert vor Christus, die Arkadier auf die Insel angekommen, mit der Absicht, neue Kolonien zu gründen.
Der ausserordentliche Musiktalent der Einwohner und der Kult für die Göttin Artemis, sind typische Merkmale des Arkadiens und bestätigen somit diese Theorie.
Später haben die Arkadier an den spanischen Küsten die Zakantha Kolonie gegründet; diese blühte über tausende von Jahren, bis 218 v.Chr., dann wurde sie von Hannibal vernichtet.
Schliesslich übernahm Arkisios, König von Kefalonien, die Herrschaft über Zante, und musste sich am Ende dem mächtigen Ulysses, König von Ithaka, unterwerfen.
Zusammen mit anderen Ländern, die unter die Herrschaft von Ulysses waren, nahm auch Zakynthos mit 12 Schiffen am Krieg von Troja teil.
Dieser Krieg wurde auch von Homer in der Ilias zitiert.
Nach dem Krieg von Troja, kehrte Ulysses nach Ithaka zurück. Es gab eine legendäre Vernichtung von den „Bewerbern Penelopes“.
Unter diesen zählen auch zehn Jugendliche von Zante.
Dieser mythologische Event scheint sich mit einem in den Ionischen Inseln ausgebrochenem Aufstand zu revanchieren. Somit wurde das Ende der Macht von Ulysses bestimmt.
Zudem setzte man einen besonderen Vertrag auf, indem man zum ersten Mal das Recht einer demokratischen Regierung anerkannte.

Römische Zeit
Vor der römischen Herrschaft, blieb Zante in den persischen Kriegen neutral. Dann zog sie mit den Athenischen im Krieg von Peloponnes. Später wurde Zante von Makedonien unterworfen.
Die ersten wahren Eroberer der Geschichte waren die Römer.
Sie fanden auf der Insel einen strategischen Platz um die Entwicklung vom Handel zu fördern, und um ihre Eroberungen zu erweitern.
Die Einwohner der Insel mochten die römische Hegemonie nicht, so organisierten sie immer wieder Aufstände, die jedoch mit der Ankunft von Admiral Fulvius endeten.
Im 150 v.Chr. zwang er die Inselbewohner eine Regierung nach den römischen Gesetzen einzuführen.
Nach und nach akzeptieren Römer und Inselbewohner gegenseitige Zugeständnisse und Verpflichtungen, und verbesserten somit ihr Zusammenleben.
Mit vereinigten Kräften, wehrten sie sogar im 87 v.Chr. eine von Mitridates versuchte Invasion.

Byzantinische Zeit
Infolge dem Untergang des römischen Reiches, mussten Zante, die Ionischen Inseln und die Kolonien an der westlichen Mittelmeersküste jahrzehntelang Ungewissheit dulden; diese Zeit wurde von unzähligen Invasionen
Seitens Konstantin der Grosse gekennzeichnet. Mit der Angliederung der Insel an der Illyrien-Provinz, begann eine neue historische Zeit, charakterisiert von Stabilität und soziale Wiederaufblühen.
Während der byzantinischen Herrschaft, ausser der Anfang von Christentum, ereignete sich eine Unterteilung der Einwohner von Zakynthos in drei unterschiedlichen Sozialschichten.
Die Grossgrundbesitzer formten die wichtigere Schicht, die mittlere Schicht bestand aus Händlern und Arbeitern, hingegen gehörten die Bauer zur niedrigeren Schicht.

Venezianische Zeit
Im 1185, mit dem Untergang des byzantinischen Reichs, für circa 3 Jahrhunderte erlebt die Insel Zante eine Zwischenherrschaft, wo sich die Orsini, Angioini und Tocchi abwechselten.
Unter die Herrschaft dieser letzten Dynastie, erweiterte Zante ihre Grenzen - indem sie Gebiete des kontinentalen Griechenlands eroberte - und verbesserte ihre wirtschaftliche Organisation.
Im 1485 wurde Zante von den Venezianern unter ihren Provinzen eingeschlossen.
Ab 1492 unternahm die venezianische Regierung eine Kampagne, um viele Ihrer Bürger nach Zante zu versetzen; aus diesem Grund fing auf der Insel eine Zeit von Wiederaufblühen und Prosperität an.
In dieser Zeit war die harmonische Zusammenleben von zwei Völkern musterhaft, dank der Weisheit der Venezianer, die es geschafft haben, einen friedlichen Zustand zu bringen, indem sie den Inselbewohnern Freiheit in sozialem und religiösem Bereich brachten.
In circa 3 Jahrhunderten hatte die venezianische Herrschaft der Insel ermöglicht zu blühen – sowohl aus einem kulturellen als auch aus einem architektonischen Gesichtspunkt, sodass Zante „Florenz der Griechenland“ genannt wurde.
Die liberalen französischen Ideen des XVIII Jahrhunderts verbreiteten sich im ganzen Europas und erreichten auch die Insel Zante, die sie mit Begeisterung annahm.

Die französische und russisch-türkische Herrschaft
Nach der Auflösung der venezianischen Republik wurde die Insel Zante den französischen Demokraten unterworfen; in dem Hauptplatz wurden die adligen Wappen in Barnd gesetzt und Zakynthos wurde der Verwaltungssitz der Ionischen Inseln.
Die von den Franzosen gebrachte Luft von Freiheit und Neuheit stiess zusammen der Sehnsucht des Adligenstandes an ihre Sonderrechte; gerade die Adligen unterstützten im Jahre 1798 den Vormarsch des russisch-türkischen Bündnis.
Am 22.März 1800 einigten sich Russland und Türkei in Konstantinopel, um den Staat der Ionischen Inseln zu gründen; in diesem Staat – für mehr als 7 Jahren – setzte sich der alte Adligenstand gegenüber dem Volk durch.

Englische Herrschaft
Im Jahre 1809 besetzten die Engländer Zante mit einer grossen Armee, und ernannten sie Hauptstadt des Staats der Ionischen Inseln. Die von Engländern gebrachten Vorteile, wie z.B. öffentliche Fürsorge und die Gründung der ersten Druckerei der Insel, wurden vom neuen Gouverneur Zantes – T. Maitland – zunichte gemacht.
Er zeigte sein, sodass die Inselbewohner zuerst versuchten, mit der englischen Regierung zu protestieren, dann organisierten sie sich in einem Geheimbund - „ Filiki’ Eteria“ genannt.
Diese Organisation förderte den nationalen griechischen Aufstand in Zante und heutzutage feiert eine Stele die damaligen Patrioten.

Angliederung an Griechenland
Die Unabhängigkeit Griechenlands von der türkischen Herrschaft erbrachte eine radikale Bewegung in der Ionischen Inseln, die lange Zeit gegen die Engländer kämpften, um sich an Griechenland anzugliedern.
Im 1864 schlossen sich Zante und die anderen Ionischen Inseln an Griechenland an und endliche wurde die griechische Fahne auf der Insel aufgezogen.

Moderne Zeit
Auch Zante, wie ganzes Griechenland, wurde, während des zweiten Weltkrieges, von Italienern und Deutschen besetzt; es entstand eine Widerstandfront gegen den Invasor.
Nach dem Krieg, im Jahre 1953 ein schreckliches Erbeben machte die ganze Stadt dem Erdboden gleich:
Die wunderschönen Gebäude der alten Zeiten wurden zerstört und es blieb keine Spur der verschiedenen fremden Herrschaften der Vergangenheit.
Dank der Regierung und dem guten Wille der Bürger wurde die Stadt neugebaut.


Antike Ruinen, Wandgemälden in den Kirchen und alte Münzen zeugen von der blühenden vergangenen Kultur.
Kunst und Literatur entwickelten sich auf der Insel Zante nur im XV Jahrhundert unter der venezianischen Herrschaft, im Gegensatz zu Griechenland, das – unter der türkischen Herrschaft – machte eine der dunkelsten Zeiten seiner Geschichte durch.

Literatur
Literatur hat ihren Ursprung im XV Jahrhundert, als die Dichter der Insel sowohl für Lieder und Prosaschriften, als auch für die Übersetzungen von Büchern aus der alten zur neuen griechischen Sprache berühmt waren.
Im folgenden Jahrhundert trug Zante zur Entwicklung der Literatur und der Kunst bei, mit der Gründung der ersten griechischen Akademie und mit berühmten Persönlichkeiten wie z.B. Martelaos - Foscolos Meister -, Gouzelis und Solomos, Matesis, Theaterautor und Initiator des modernen griechischen Theater.
Die berühmtesten Dichtern des XIX Jahrhundert sind der italienischsprachige Foscolo, Kalvos, deren zitat "Freiheit erfordert tugend und kühnheit" im symbol der stadt Zante erscheint, sein Anspruchund Dioniso Salomos, dem wurden eine Kirche und einen Platz gewidmet.
Solomos studierte in Italien und schrieb einige Dichtungen in italienischer Sprache, dann kehrte er nach Zante – sein Geburtsland – zurück; dort verfasste er Schriften, um sein Volk während der Krieg gegen die Türken zu unterstützen.

Ihre Leichnamen liegen im Ihnen gewidmeten Museum.

Mahlkunst
Die ersten Einflüsse im Bereich der Mahlkunst kamen von den Byzantinern.
Die ersten Mahler haben sich religiösen Themen gewidmet, indem sie heilige Ikonen in den Kirchen gemahlt haben. Die damalige Mahltechnik war die Eiertemperfarbe auf Holz.
Im XVII Jahrhundert, mit der Ankunft von Doxaras, änderte sich die Technik der Mahlkunst und man ging auf die Technik mit Öl auf Leinwand über. Ein anderer berühmter Mahler war Koundounis, er gehörte zur „Filiki’ Eteria“ (ein Geheimbund) an.
Er mahlte ausser religiösen auch nationalistischen Themen.
Nicht zu vergessen war auch Tsakos, der bekannt war, weil in seinen Bildern die Details sehr genau gemahlt hat.
Die Themen im XIX Jahrhundert ändern sich die Themen der Mahlkunst: Sie ist jetzt nicht nur eine heilige Kunst, die in den Kirchen ausgestellt wird, sondern man kann sie auch in privaten Häuser bewundern.
In diesem Jahrhundert war Pelekasis sehr wichtig, ein welt-berühmter Mahler, bekannt für seine Landschaften, Porträten und Ikonen, die in vielen Museen ausgestellt worden sind.

Skulptur

Im XVIII Jahrhundert entwickelten sich Silberziselierungskunst und Holzskulptur und die Werke wurden meistens in den Kirchen ausgestellt und bewundert.
Ein Beispiel der wunderschönen Werken des Silberziselierers G.Bafas kann man in der Kirche Sankt Dionisius beobachten.
Die Holzskulpturen der Brüder Vlachos dekorierten viele Kirchen, die leider im 1953 vom Erbeben zerstört wurden. Stefanos Xenopoulos war ein berühmter Künstler, der in der Mosaikkunst spezialisiert war.

Architektur
In der Stadt Zante, vor dem Erdbeben, konnte man herrschaftliche Paläste, bürgerlich-und Volkshäuser und zahlreiche Kirchen beobachten.
Unter der venezianischen Herrschaft wurden öffentliche Gebäuden, Strassen und Brücken gebaut, die den Stadtzustand verbesserten; zwischen 1840 und 1870 wurden viele neoklassische Paläste gebaut, wo den venezianischen und den barocken Styl sich schmolzen.
Dieser neoklassische Styl kann man auch in einigen Kirchen beobachten.
Das Erbeben vom 1953 und die folgende Feuersbrunst machten die meisten Gebäuden der Stadt dem Erdboden gleich und so verschwand den Glanz der Vergangenheit.
Die Stadt wurde neugebaut, aber leider können sich heute nur die alten Leuten an die Schönheit und den Zauber der alten Paläste erinnern.

Musik und theater

Die Musikinstrumente wurden ursprünglich nur für das Begleiten von Militärparaden eingesetzt. Im Laufe der Jahrhunderte wurden von den Inselbewohnern Balladen komponiert, die dann an Volksfeste gespielt wurden.
Trotz der venezianischen (Serenade von Zante) und kretischen (Arekia) Einflüsse, entwickelten die Inselbewohner seit dem Altertum eigene Musikarten, die im 1815 mit der Gründung der Musikschule von Zakynthos den Höhepunkt erreichten. In dieser Zeit bildeten sich zahlreiche Chore und Musikvereine.
Diese militärische Tradition findet man sowohl in der religiösen Musik, als auch in den volkstümlichen Tänzen: Der bekannteste ist sicherlich der Sirtaki.
Dieser Tanz ist genauso alt, wie lebhaft und deren Texte sprechen von Liebe und Heirat.

Genauso wichtig wie die Musik und die Volkstänze war auch das Theater, bei Feierlichkeiten oder als Bestandteil der Folklore, deren historischen Wurzeln bis zur venezianischen Herrschaft reichen.
Am Anfang wurden die Veranstaltungen nur in adligen Häusern gehalten, sie waren eine Exklusivität für Reichen und Adligen. In den letzten Jahren der venezianischen Herrschaft wurde ein auch für das Volk zugängliches Theater errichtet.
Neben der Oper wurden auch die so genannten „Omelies“ gespielt. Diese Theaterstücke deckten die Diskriminierungen und Ungerechtigkeiten der Reichen gegenüber den Armen auf.
Die Schauspieler trugen Masken um anonym zu bleiben.

Volksfeste
Während der stürmischen Geschichte der Insel und infolge der zahlreichen Invasionen, entstanden in Zante viele volkstümliche Traditionen, mit dem religiösen Kult verbunden, der die Inselbewohner in Kampf gegen die Eroberer vereinigte.
Im Laufe der Jahrhunderte bedeuteten die religiöse Volksfeste – die noch heute überleben - eine Gelegenheit für Allgemeinheit und Spass, vor allem für die niedrigeren Sozialschichten, die von den anderen Veranstaltungen ausgeschlossen waren. Viele sind heutzutage die Volksfeste, die grosse und kleine Dörfer mit Lichten und Farben beleben. Unter den wichtigsten Festen zählen die von Sankt Dionisius, Fasnacht und Ostern.

Sankt Dionisius: es ist das religiöse Fest in Ehren vom Schutzheiligen der Insel. Es wird am 24. August gefeiert, aber in der Stadt Zante spürt man die Feierstimmung schon einige Tage vorher. Am 24. August Abend findet ein feierlicher Umzug statt und man kann ein grosses Feuerwerk bewundern.

Fasnacht in Zante ist für Herrschaft und Freude im ganzen Griechenland sehr bekannt.
Der Glanz der Fastnacht von Zakynthos hat seinen Ursprung in der venezianischen Fasnacht: ihre Tradition und Wichtigkeit wurden von den Inselbewohnern geerbt, als Zante eine venezianische Kolonie war.
Die Fastnachtzeit ist für die Inselbewohner eine Gelegenheit gemeinsamer Fest und dauert fast zwei Wochen; in dieser Zeit vergessen sie ihre Haupttätigkeiten um das Fest zu vorbereiten. Fasnacht lockt viele Besucher aus dem ganzen Griechenland an; es werden viele Maskentänzen veranstaltet und das Fest endet am Markplatz mit der „Beerdigung der Maske“, ein antikes Ritual.

Das Ostern in Zante, wie im ganzen Griechenland, ist ein spirituelles Ereignis, das als Höhepunkt den feierlichen Umzug hat, wo die byzantinische Ikone der Heiligen Jungfrau Chryssopigi in den Strassen bis zum Markplatz getragen wird. Hier , um Mitternacht, zündet der Pope die erste von tausenden Kerzen, die den ganzen Markplatz erleuchten.
Die zwei wichtigsten Ritualen des Osternfest in Zante sind das Lammbraten und das Eierbemahlen mit roten Farben; die Eier werden dann zusammen mit Freunden zerbrochen.

Heutiges Leben
Heutzutage leben die Inselbewohner vom Tourismus im Sommer (von Mai bis Oktober) und von Landwirtschaft im Winter. Die wichtigste landwirtschaftliche Produkte sind Öl, Weinrebe, Agrumen und Rosinen.
Das in Zante produzierte Öl ist die Grundeinnahmequelle der Wirtschaft, und der Tourist kann dieses Produkt zuerst in der lokalen Küche kosten und dann auch kaufen.
In der Vergangenheit war die Rosinenproduktion mehr entwickelt als der Olivenanbau weil mehr rentabel, aber nach dem zweiten Weltkrieg verlor die Insel ihre Herrschaft auf das ausländische Markt und widmete sich an andere Kulturen.
Fischerei und Viehzucht sind weniger wichtig für die Wirtschaft der Insel.
Dank dem Tourismus hat sich das lokale Handwerk entwickelt: handgefertigte Teppiche, Textilien und Stickereien werden den Touristen verkauft. Man kann diese Produkte vor allem in den kleinen Dörfern nördlich der Insel finden, wo man meinen kann, die Zeit sei da stehen geblieben.



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